Kurt-Kurt Aktuell

Kurt-Kurt
Projekte für den öffentlichen Raum

Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit
präsentiert:
Kunst-Gast-Arbeiter
Heejong Yoo (b 1976 in Seoul, South Korea)

  • Musician, Producer, Graphic & Sound Designer
  • Lives in Segwipo, Jeju Island, South Korea

DISCOGRAPHY

Electronic Pop Project 'Fortune Cookie'
(www.myspace.com/fortunecookieshop)
  • 2004 1st 'Beginning of Fortune'
  • 2007 2nd 'Hills Like White Elephant'
  • 2008 EP 'Art of Cheese (Only Vinyl)' collaborated work with Danger Museum

Alternative Pop Project '5days Market' (www.facebook.com/5daysmarke) coming soon

  • 2011 EP 'Five Days Market'

SOUND DESIGN & PRODUCING

  • 2003 Title Trailer Music work for Puchon International Fantastic Film Festival
  • 2005 Title Trailer Music work for Green Film Festival in Seoul
  • 2009 Couple of CF music Work include 'LG flatron TV international version'
  • 2010 Sound Directing for 'Banpo Han-river Renaissance Project Media Gallery'

Heejong Yoo ist von Dezember 2011 bis Januar 2012 als Kunst-Gast-Arbeiter zu Gast im Kurt-Kurt. Er arbeitet an verschiedenen Musikprojekten, u.a. auch mit Gastkünstlern im Künstlerhaus Bethanien.

Kunst-Gast-Arbeiter
Konzept

Das Gesamtprojekt Kunst-Gast-Arbeiter erkundet den Einfluss und die Wirkung, die Migration als persönliches aber auch kollektives und moabitspezifisches Phänomen auf die zeitgenössische Kunst hat oder haben kann.
Exakt 50 Jahre nachdem zwischen Deutschland und der Türkei ein „Gastarbeiterabkommen“ getroffen wurde, greifen wir dieses Thema aus künstlerischer Sicht auf und erweitern damit die Auseinandersetzung und Gesprächsgrundlagen, die 2010 bei dem sehr erfolgreichen Projekt „Journeys with no Return“ schon geschaffen wurden und zur Zeit aktueller denn je sind.
König Friedrich Wilhelm I hat auf der Insel Moabit französische Hugenotten, die wegen ihres Glaubens aus ihrem Land fliehen mussten, als Gastarbeiter angesiedelt und ihnen einen Handel angeboten: Land und Besitz gegen Urbarmachung Moabits und Kultivierung mit Maulbeerbäumen. Es stellt sich also nicht erst heute die Frage, wie man sich zwischen Turmstraße und Spree bzw. Westhafen niederlässt, sich einrichtet, sich ein Zuhause schafft und sich im besten Falle verwurzelt.

Der Künstler als Gastarbeiter ist ein bekanntes Phänomen. Seit Goethe sich sozusagen als erster künstlerischer Arbeitsmigrant auf seine Italienreise begeben hat und es heute Stipendien in Moskau, New York, Tokyo, Istanbul und weltweit die Artist-in-Residence Programme gibt, schlüpft der Künstler immer wieder in die Rolle des Gastarbeiters. In medienübergreifenden Konzepten und interdisziplinären Projekten erforschen Künstler als temporäre Gastarbeiter Schnittstellen zwischen künstlerischer, soziologischer und anthropologischer Arbeit und hinterfragen die Beziehungen zwischen Gast und Gastgeber, Künstler und Publikum, Suchendem und Gesuchtem.
Kurt-Kurt entleiht der deutschen Geschichte der letzten 50 Jahre den Begriff des Gastarbeiters und definiert ihn als positives Phänomen. Zunächst verstehen wir den bei uns arbeitenden Künstler tatsächlich als willkommenen Gast, der Neues und Ungewohntes mit sich bringt. Auch Harald Szeemanns Agentur für Geistige Gastarbeit, deren geistiger Raum beliebig expandieren konnte und die sich immer wieder neu verortete und in unterschiedlichste Lebens- und Denk-Bereiche vordrang, ist für uns ein wichtiger Bezug und Inspiration.
Der sichtbare Prozess und die Zusammenarbeit, der Austausch mit den ansässigen Menschen sind ein zentraler Aspekt der Projekte im Kurt-Kurt und werden von den Künstlern als arbeitende Gäste angeboten, genutzt und in künstlerische Statements transformiert. Die Künstler leben und arbeiten für eine Weile in den Kurt-Kurt Räumen und machen ihren Arbeitsprozess öffentlich. Hierbei geht es weniger um endgültige Ergebnisse und deren Präsentation als vielmehr um Arbeitsstrategien, um allmähliche Formfindungen und um tatsächliches und tatmächtiges Arbeiten.

Kunst-Gast-Arbeiter Programm 2011

  • 1 Øyvind Renberg, N (Jan – March 2011): Øyvind Renberg (b.1976 in Oslo) graduated from Goldsmiths College, London and now lives in Oslo. He uses travelling and collaboration as a basis for artworks with a wide visual and conceptual approach, producing photographs and collages as well as publications, music releases, and design related pieces. Since 2001 he has worked with the artist Miho Shimizu (Japan) under the group names Danger Museum and Peanut Circuit. www.dangermuseum.com / www.peanutcircuit.com

  • 2. Margareta Kern, CRO/GB (May – June 2011): Margareta Kern (b 1974, Croatia/Bosnia-Herzegovina) is a London based artist using photography, video and performance to tease out connecting threads between people’s personal spaces, narratives and socio-political forces. In Kurt-Kurt she researched about real female guestworkers in the Siemens factories in Moabit. www.margaretakern.com

Kunst-Gast-Arbeiter Programm 2012

  • 3. Heejong Yoo, South-Korea (Dez – Jan 2011/12): Heejong Yoo (b 1976 in Seoul, South Korea) is an artist/musician, producer, graphic & sound designer and lives in Segwipo, Jeju Island, South Korea. Two of his various projects are:
    Electronic Pop Project 'Fortune Cookie' (www.myspace.com/fortunecookieshop)
    Alternative Pop Project '5days Market' (www.facebook.com/5daysmarket)coming soon

  • 4. Miho Shimizu, Japan (Jan – Feb 2012): Miho Shimizu (b 1976 in Tokio) received BA Fine Art from Goldsmiths College (London) in 2000, attended Piet Zwart Institute (Rotterdam) and completed her MA under Henrik Plenge Jakobsen at Oslo Art Academy in early 2011. In parallel to her solo practice, she is known for collaborative projects under the name Danger Museum.

    A fascination with cultural icons and their representation in the public, is central to her practice. Her pieces explore the space between the public and private spheres, and try to articulate the psychological distance between audience and idol, public image and media constructions. She practices in a variety of media – from miniature dioramas and sculptures, to performative videos. Her approach includes mapping sites that are related to certain subjects, anecdotes and events, to further explore the aura of stardom. The research material creates a basis for individual pieces, and is often also displayed in larger in installations.


gefördert durch:

Aktive Zentren

 

Kurt-Kurt
Projektzentrale im Geburtshaus von Kurt Tucholsky
Lübecker Str. 13 10559 Berlin
Simone Zaugg / Pfelder
Tel 0049-(0)30-397 46 942