Kurt-Kurt Aktuell

Kurt-Kurt
Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit
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präsentiert die Ausstellungsreihe
sans papiers - Das Leben ist eine Reise


Teil 2
Mona Hatoum - Hans Hs Winkler - Manaf Halbouni

EröffnungSamstag, 09.07.2016 um 19 Uhr
Ausstellung09.07. – 30.07.2016
Öffnungszeiten


Do – Sa, 16 - 19 Uhr und nach Vereinbarung
Ortstermin Moabit vom 03. - 05.06.: Fr 16 - 21 Uhr,
Sa und So 14 - 19 Uhr
Artist Talk

21.07.2016 um 19 Uhr
mit Mona Hatoum, Hans Hs Winkler und Manaf Halbouni
Rahmenprogramm







Donnerstag, 14. 07 2016 um 19 Uhr
Die Nachtschicht vom LAGeSo
Gespräch mit Alaa Darwish, Wolfram Geisenheyner,
Kaja Grabowski u.a.

Mittwoch, 20.07.2016 um 19 Uhr
Dialog von Durs Grünbein und Via Lewandowsky über das Leben
und das Reisen

sans papiers - Das Leben ist eine Reise

Teil 1.2
Spuren, Blicke, Botschaften

In der zweiten Ausstellung der Reihe sans papiers – Das Leben ist eine Reise erzählen die skulpturalen, installativen und filmischen Werke von Mona Hatoum, Hans Hs Winkler und Manaf Halbouni von verschiedenen Wegen. Wege, die zurück in die „Vergangenheit“ des 20. Jahrhunderts führen, als Hans Hs Winkler in den 70er Jahren jung und neugierig in das weltstädtische und weltoffene Aleppo reiste, um dem kulturell Anderen und den anderen Menschen zu begegnen. Ein Bild von damals stellt er nun dem observierenden Blick auf die Rückseite des Hochhauses vom LAGeSo gegenüber. Den beiden/verschiedenen Kulturen und vor allem den Menschen begegnet Hans Hs Winkler - aber auch wir – heute vor der Haustür oder im Hinterhof. Es ist nur die Frage, wann wir so wie auf dem alten Reisefoto von Winkler zusammen auf der Straße sitzen und unsere Geschichten, unsere kulinarischen Höhepunkte und unsere Feste teilen. Hoffentlich diesen Sommer schon. Vielleicht sogar auf dem Gehweg vor dem Projektraum Kurt-Kurt.

Manaf Halbounis Reisebericht liegt hochkant auf der Seite und füllt den Schaufensterraum von Kurt-Kurt mit seinen in ein Autowrack eingeschriebenen Zeugnissen. Der Reisebericht von Manaf Halbouni offenbart sich als Spuren im Autolack, als Rost oder als Beulen im Autochassis. Irgendwann einmal ist der petrolfarbene Fiat Panda in der Rohform, in der er nun auch seinen letzten Auftritt hat, in der Fabrikationshalle mit allen wichtigen „Accessoirs“ ausgestattet worden. Es wurde ihm Leben eingehaucht. Auf Asphalt, Landstraße, Feldweg und vielleicht auch manchmal etwas neben der Spur war er unterwegs, bis er nicht mehr fuhr. Manaf Halbouni hatte den Panda für seine Diplomarbeit vom Schrottplatz abgeholt und zu einer minimalen Wohneinheit umgebaut. Nun ist er wieder „ausgeschlachtet“ und erzählt vom Leben und seinen Wegen.


Mona Hatoum, Roadworks


Hans Hs Winkler, Observierung


Manaf Halbouni, The Message


Hinter dem Autowrack liest man an der Wand Al-risala (deutsch: die Botschaft) in arabischer Schrift. Al-risala schafft verschiedene Brücken. Im Bezug auf die Skulptur davor spricht es von den Nachrichten und Berichten der Reisenden. Im Bezug auf die islamische Religion steht das Wort für die Botschaft des Propheten. Übersetzt auf Englisch heißt es: the message. Also die Nachricht. In diesem Sinne ist die Rauminstallation mit Autowrack und arabischem Betonschriftzug auch eine Übersetzung des neudeutschen Ausdruck sms: short message service. Manaf Halbounis kurzer kleiner und umso prägnanterer Nachrichtdienst.
Roadworks, das Video von Mona Hatoum (1985), mutet auf den ersten Blick eher als ein Zeugnis vergangener Punkkultur und achtziger Jahre Outfits an. Beim längeren Zuschauen wird dem Betrachter aber klar, wie wichtig es ist „fort zu schreiten“. In diesem Sinne verbindet Mona Hatoums gefilmte Performance Vergangenheit mit aktuellen Fragen. Die Doc Martens Schuhe, in Deutschland eher als Springerstiefel bekannt strahlen immer noch eine ambivalente Botschaft aus und wecken sowohl Assoziationen mit Autonomen und Anarchisten wie auch mit Neonazis und paramilitärischen Organisationen. Hier werden die Schuhe, festgebunden an den Fußgelenken der Künstlerin, mühsam, hartnäckig und irgendwie auch mit einer unaufhaltsamen Gewissheit über den Gehweg von Brixton geschleift.
Trotz oder gerade wegen dieser teilweise irritierenden Vielschichtigkeit hat das Video Roadworks auch heute noch seine Gültigkeit. Es ist nicht leicht, Fuß zu fassen und anderswo neue Wurzeln zu schlagen. Aber es gilt sicher immer noch: der Weg ist das Ziel.


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Informationen zur Ausstellungsreihe
sans papiers – Das Leben ist eine Reise
Ein Projekt von Simone Zaugg und Pfelder im Kurt-Kurt | Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit
(sans papiers = wörtlich: „ohne Papier(e)“, bezeichnet als Begriff Immigranten ohne legalen Status und ohne offizielle Dokumente)
Das Kunstprojekt sans papiers – Das Leben ist eine Reise hat einen transdisziplinären Charakter und arbeitet mit Protagonist_innen zusammen, die auf unterschiedlichsten Ebenen eigene Erfahrungen mit dem Thema Migration und Flucht, mit „sans-papiers“ (also mit Menschen ohne Status und ohne offizielle Papiere und Dokumente) gemacht haben. Die zweijährige Projektreihe, initiiert und kuratiert von Simone Zaugg und Pfelder, manifestiert sich mit Ausstellungen, Interventionen, Vorträgen, Diskussionen, Dinner-Lectures, Lesungen und Interventionen im Projektraum Kurt-Kurt | Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit und kontextbezogen auch in Flüchtlingsunterkünften oder im öffentlichen Raum. Formal fokussiert das Vorhaben zudem künstlerische Positionen, die ohne das Medium Papier, also installativ, performativ, direkt auf die Wand, digital, mit Sound, Film u.a. arbeiten. Die Ausstellungsreihe ist in drei Teilen konzipiert. Im Teil 1 werden ab Ende Mai 2016 Künstler_innen präsentiert, die in ihrer Biographie Erfahrungen mit Migration und Flucht gesammelt haben, die aber mittlerweile neue Wurzeln in Berlin geschlagen und sich in der Kunstszene Berlins etabliert haben oder in ihrem Schaffen alte und neue Identitäten, Heimaten und Lebensformen hinterfragen, kombinieren und künstlerisch apostrophieren. Für Teil 2 werden Künstler_innen kontaktiert, die erst seit kurzer Zeit in Berlin angekommen sind und in diesem Sinne einerseits Flüchtlinge, andererseits aber auch neue Protagonist_innen auf dem Feld der Berliner Kunstszene sind. Sie kamen hier an, ohne Papiere, sans papiers, und ohne Werk. Schwerpunkt des zweiten Teils bilden deshalb drei Dinner-Lectures von neu angekommenen „sans papiers“ Künstler_innen, die sich und ihre Arbeit ab Januar 2017 einem breiteren Publikum vorstellen. In Teil 3 werden ab Sommer 2017 drei Tandems von Berliner Künstler_innen und den drei in den Dinner-Lectures präsentierten Künstler_innen neue, situations- und in diesem Sinne auch ortsbezogene Projekte entwickeln, die mit den Kuratoren von Kurt-Kurt realisiert und in den Räumen von Kurt-Kurt, den Räumen von Kooperationspartnern oder im öffentlichen Raum präsentiert werden.
Nach den Erfahrungen des letzten dreiviertel Jahres als direkte Nachbarn des Lagesos an der Turmstraße will der Projektraum Kurt-Kurt dieser Situation auf einer künstlerischen Ebene begegnen und Wege, Potentiale, Chancen und die Notwendigkeit eines integrativen Diskurses über „unsere gemeinsame“ Sprache, die Sprache der Kunst, aufzeigen. Im Zentrum steht die Kunst, der künstlerische Dialog und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, damit Chancen und eventuell auch Risiken mit schon länger angekommenen und gerade erst ankommenden Protagonist_innen der Kunst erprobt, durchleuchtet, hinterfragt, bearbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert werden können.
Das Projekt sans papiers – Das Leben ist eine Reise schafft Begegnungen, ermöglicht Zusammenarbeit und Austausch, setzt sich mit Möglichkeiten eines gesellschaftsverändernden Prozesses auseinander, stößt politische Debatten an, mit dem Ziel, die Aufteilung in «sie» und «wir» zu überwinden. Es entwickelt Strukturen zur Aneignung von Raum und Platz, Aneignung von gesellschaftlichen und künstlerischen Möglichkeiten und Aneignung von Strategien des Überlebens an einem neuen Ort.
Schauen, Denken, Sprechen und Arbeiten als eine gemeinschaftliche Erfahrung. Künstler und Besucher treffen im Projektraum Kurt-Kurt aufeinander, weil sie sich an Orten wie z.B. Damaskus, Aleppo oder Bagdad nicht mehr treffen können.
Programm und beteiligte Künstler_innen
Das Projekt sans papiers – Das Leben ist eine Reise setzt sich aus einer dreiteiligen Präsentationsreihe und einem umfassenden Teil mit Rahmenveranstaltungen zusammen.

Teil 1.1 bis 1.3
Drei Ausstellungen mit bereits in Berlin etablierten Künstler_innen zum Thema Flucht und Migration

Teil 1.1. | Ausstellung 26.05. - 11.06.2016
Borjana Ventzislavova/BUL „We shall overswim“ (http://www.borjana.net/)

Teil 1.2 | Ausstellung 07.07. - 23.07.2016
Hans HS Winkler/GER (http://www.hswinkler.de/Hans_Winkler/index.html)
Manaf Halbouni/SYR (http://www.manaf-halbouni.com/)
Mona Hatoum/PAL (http://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/exhibition/mona-hatoum)

Teil 1.3 | Ausstellung 13.10. - 05.11.2016
Anri Sala/ALB (http://www.hauserwirth.com/artists/26/anri-sala/biography/)
Lerato Shadi/RSA (http://www.lerato-shadi.net/)
Khaled Barakeh/SYR (http://khaledbarakeh.com/)

Teil 2 | Januar, Februar und März 2017
Drei Dinner-Lectures von geflüchteten und neu in Berlin angekommenen Künstler_innen

Teil 3 | ab Juni 2017
Drei Ausstellungen/Tandempräsentationen von in Berlin etablierten und geflüchteten Künstler_innen

Weitere Infos zu den Rahmenveranstaltungen und zum aktuellen Programm siehe:
http://www.kurt-kurt.de/

Kurt – Kurt | Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit
Der Projektraum Kurt-Kurt wird 2016 zehn Jahre alt. Nachdem er in seinen ersten vier Jahren mit Projekten im öffentlich Raum von Moabit schnell, sichtbar, professionell und auf internationalen Füssen das Laufen lernte, ist er in den Folgejahren mit seinen Ausstellungsprojekten, Festivals, Diskussionen im Rahmen von Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit seinem Anspruch treu geblieben, Kunst im umgebenden Stadtraum zu verorten, die Menschen aus der Nachbarschaft anzusprechen, auszustellen und in den künstlerischen Dialog zu integrieren und neben der Zusammenarbeit und dem Austausch mit dem direkten Umfeld immer auch über Stadt- und Landesgrenzen hinweg international zu agieren und mit Kunstschaffenden zu kooperieren.
Politische Themen und politische Kunst sind für Kurt-Kurt und seine Initiatoren, Simone Zaugg und Pfelder, immer Teil der Arbeit im Sinne Kurt Tucholskys: Dass wir unseren Blick schärfen und der Gegenwart wach und kritisch begegnen, sie durchleuchten und reflektieren, bevor wir etwas in künstlerischer Form präsentieren und zur Diskussion stellen. In diesem Sinne sind wir überzeugt, dass Kunst nicht vordergründig politisch sein muss, sondern dass Kunst, die mit offenen Augen anderen Menschen die Augen öffnet, eine starke Aussagekraft und eine politische Wirkung hat.
Deshalb ist es unser Ziel, mit Künstler_innen zusammenzuarbeiten, die sich dieser Herausforderung der aktuellen und sehr akuten und brisanten politischen Situation grundsätzlich in ihrem Schaffen stellen und diese nicht themenbezogen illustrieren, sondern in ihrer eigenen künstlerischen Sprache in überzeugende, unter die Haut gehende Interventionen, Bilder, Videos, Soundarbeiten etc. übersetzen.

Kontakt
Kurt-Kurt
Kunst und Kontext im Stadtlabor Berlin-Moabit
Ein Projekt von Simone Zaugg und Pfelder im Geburtshaus von Kurt Tucholsky
Lübecker Str. 13
10559 Berlin
Tel.: 030-397 46 942
 
 

Kurt-Kurt
Art and Context in the City Lab Berlin-Moabit | www.kurt-kurt.de

presents the series of exhibitions ans papier – Das Leben ist eine Reise without papers - Life is a Journey

Teil 1
Borjana VentzislavovaWE SHALL OVERSWIM
Opening Thursday, 26.05.2016, 7p.m.
Exhibition26.05. - 11.06.2016
Opening times


Thurs – Sat, 4p.m. - 7p.m. and by appointment
Ortstermin Moabit from 03. - 05.06.: Fr 4p.m. - 9p.m., Sat and Sun 2p.m. - 7p.m.
Artist Talk 04.06.2016 at 5p.m.
Exhibition 26.05. - 11.06.2016
Special Screenings


daily 9p.m. - midnight in the Kurt-Kurt window, Lübecker Str. 13 and Open Space LS43, Lübecker Str. 43


WE SHALL OVERSWIM?

Where or what is home?
This is the central question of the multi-media installation, WE SHALL OVERSWIM, by Borjana Ventzislavova. The artist, known for work that tackles the subject of borders and the overcoming of them, is showing her search for different perspectives on home through the stories of 15 migrants in a way that dissolves borders.
People in water can be seen on monitors. In their own language, they relate the migration stories of others. From the chaotic babble of 15 different languages, order appears as one nears individual monitors, which each have a second soundtrack in English.
The water surrounding the people as a boundless, always identical element in space and image stands in contrast to the individual and subjective answers that each person has to the question of border experiences and the resulting feelings about the home.

Ventzislavova’s installation, which also crosses the barrier between inside and out when it can be seen through the windows of Project Space Kurt-Kurt and Open Space LS43 from 9p.m., touches on considerations of anthropological constants:
geographical/national borders and global migrations, individual experiences and political systems. geo-social differences and European identity - and the individual need for a home. What appears to be Ventzislavova’s reaction to the current refugee situation is, however, a work from 2008. Its timelessness and at the same time constantly renewable relationship to current events are blatantly obvious through her staging of it in Berlin in 2016, and ultimately also allow the borders between concrete events and universal phenomena to dissolve.

Borjana Ventzislavova was born in Sofia, studied IT at Sofia and Vienna Universities, and graduated in 2005 with a degree in ‘Visual Media Design / Digital Art’ from Vienna University of Applied Arts. She lives in Austria and Bulgaria. Her works deal with the themes of identity and collectivity, the marginalisation of individuals and different social groups, migration and coexistence.

Perfomer: Elli Brumen, Ingunn St. Svavarsdottir, Lucian Peterca, Oleg Mavromatti, Melisa Maida, Zaneta Schmiedale, Alexander Kwale, Gabriele Heller, Rene Beekman, Vulcho Kamarashev, Alessandro Vincentelli, Violeta Januskievica, Cecilia Stenbom, Zuzana Hruskova and Gareth Harding The video work WE SHALL OVERSWIM was funded by: ISIS Arts (UK), BMUKK (AT)

The exhibition is supported by the District Cultural Fund, Berlin-Mitte, the Senate Chancellory - Cultural Events and the Federal Chancellery of Austria. It is supported technically by cine+ and is a cooperation with the project room, Open Space LS43

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Information about the series of exhibitions:
sans papier – Das Leben ist eine Reise
without papers - Life is a Journey
A project by Simone Zaugg and Pfelder in Kurt-Kurt | Art and Context in the City Lab Moabit
(‘sans papiers’ literally means without paper(s) and is a term used to describe immigrants without legal status and without legal documents)
The art project, without papers - Life is a Journey, is transdisciplinary in approach and involves protagonists who have themselves experienced migration and flight at different levels, some of them also ‘without papers’. The two-year project, initiated and curated by Simone Zaugg and Pfelder, takes the form of exhibitions, lectures, discussions, dinner lectures, readings and interventions in the Project Space Kurt-Kurt | Art and Context in the City Lab Moabit, and contextually in refugee accommodation or in public spaces. In addition, the project focuses on artistic positions that do not rely on paper - installation, performance, direct on the wall, digital, with sound, film, etc.

The series is conceived in three parts. In Part 1, from the end of May 2016 artists will be shown who have experienced migration and flight and who have since set down roots in Berlin and established themselves in the Berlin art scene, or artists who question, combine and artistically focus on old and new identities, homelands and ways of living.
In Part 2, artists will be contacted who have recently arrived in Berlin and are in this sense both refugees and new protagonists within the Berlin art scene. They have come without papers, sans papiers, and without work. This part consists of three dinner lectures from newly arrived ‘without papers’ artists who will present themselves and their work to a wider audience from January 2017.
Part 3 takes place from the summer of 2017 with three tandems consisting of the three dinner lecture artists and three Berlin artists who will develop new situations, and in this sense site-specific projects, with the curators of Kurt-Kurt which will be presented in the Kurt-Kurt rooms, in spaces from cooperation partners or in public spaces.
With the experience of being direct neighbours with Lageso on Turmstraße for the last nine months, the Project Space Kurt-Kurt wants to connect with this situation on an artistic level and identify and present ways, potentialities, chances and the necessity for an integrated discussion about our ‘common language’, the language of art. Central to this is art, artistic dialogue and collaboration on an equal footing, so that chances and eventually also risks with long-established and recently arrived art protagonists are tested, examined, questioned, worked on and presented to the public.
The project, without papers - Life is a Journey, creates encounters, enables collaborations and exchanges, tackles the possibilities of society-changing processes, and activates political debates with the aim of overcoming the division into ‘us’ and them’. It develops structures for the occupation of space and room, the acquisition of social and artistic possibilities and the adoption of survival strategies in a new place.
Looking, thinking, speaking and working as common experience. Artist and visitors meet in Project Space Kurt-Kurt because they can no longer meet each other in places like Damascus, Aleppo or Baghdad.
Programme and participating artists
DThe project, without papers - Life is a Journey, consists of a series of three presentations and a broad range of associated events.

Part 1.1 - 1.3
Three exhibitions with artists established in Berlin on the subject of migration and flight.

Part 1.1 | Exhibition 26.05. - 11.06.2016
Borjana Ventzislavova/BUL „We shall overswim“ (http://www.borjana.net/)

Part 1.2 | Exhibition 07.07. - 23.07.2016
Hans HS Winkler/GER (http://www.hswinkler.de/Hans_Winkler/index.html)
Manaf Halbouni/SYR (http://www.manaf-halbouni.com/)
Mona Hatoum/PAL (http://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/exhibition/mona-hatoum)

Part 1.3 | Exhibition 13.10. - 05.11.2016
Anri Sala/ALB (http://www.hauserwirth.com/artists/26/anri-sala/biography/)
Lerato Shadi/RSA (http://www.lerato-shadi.net/)
Khaled Barakeh/SYR (http://khaledbarakeh.com/)

Part 2 | January, February and March 2017
Three dinner lectures with refugees and newly arrived artists in Berlin

Teil 3 | from June 2017
Three exhibitions/tandem presentations by established Berlin artists and refugee artists.

For further information on the special events and current programme see:
http://www.kurt-kurt.de/

Kurt – Kurt | Kunst und Kontext im Stadtlabor Moabit
In 2016 the Project Space Kurt-Kurt is ten years old. After quickly, visibly, professionally and internationally finding its feet in the first four years with Projects in Public Spaces in Moabit, it remained true to its aims in the following years with exhibition projects, festivals, and discussions within the framework of Art and Context in the City Lab Moabit. It located art in surrounding city places, communicated with, involved and integrated members of the community into the artistic dialogue, and in addition to this collaboration and exchange with its immediate vicinity, also acted beyond city and national boundaries to cooperate with artists on an international level.
For Kurt-Kurt and its founders, Simone Zaugg and Pfelder, political themes and political art have always been a part of its agenda in Kurt Tucholsky’s sense: that we sharpen our gaze and encounter the present consciously and critically, examine and reflect upon it before we present something in artistic form for discussion. In this sense, we are convinced that art must not be primarily political, rather that art that with open eyes opens the eyes of others has strong powers of expression and a political effect.
It is therefore our aim to work with artists whose work is based on this challenge of the current and very acute and explosive political situation, not to illustrate it but to translate it in their own artistic language into convincing, emotionally effective interventions, images, videos, sound works, etc.
Deshalb ist es unser Ziel, mit Künstler_innen zusammenzuarbeiten, die sich dieser Herausforderung der aktuellen und sehr akuten und brisanten politischen Situation grundsätzlich in ihrem Schaffen stellen und diese nicht themenbezogen illustrieren, sondern in ihrer eigenen künstlerischen Sprache in überzeugende, unter die Haut gehende Interventionen, Bilder, Videos, Soundarbeiten etc. übersetzen.

Contact
Kurt-Kurt
Art and Context in the City Lab Berlin-Moabit
Lübecker Str. 13
10559 Berlin
Tel.: 030-397 46 942